Architekturführer Krems

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01 Kunsthalle Krems 1992-1995
Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems a.d. Donau, A
Adolf Krischanitz

Eine im 19. Jahrhundert in mehreren Etappen entstandene, nun leerstehende Tabakfabrik vor dem Kremser Tor der Steiner Altstadt wurde als Standort für die Kunsthalle ausgewählt.
Der renovierte Altbau und die neu errichteten Teile enthalten insgesamt 1800 m² Ausstellungsfläche. Eine Betonstele vor dem Eingang dient als Signal für die Kunsthalle und weist auf die veränderten Inhalte hin.
Räumlich bietet der Kontrast von der Eingangshalle zum Oberlichthof und von diesem zur Rampe eine starke Erlebniswirkung. Anfang und Endpunkt der Rampen dringen als einzige Neubauelemente in den Altbau ein und wecken wegen ihrer Fremdheit Neugier.

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02 Karikaturmuseum 2001
Steiner Landstraße 3a, 3500 Krems a.d. Donau, A
Rudolf F. Weber, Gustav Peichl

Das Karikaturmuseum Krems, errichtet 2000/01 nach Plänen des Architekten Gustav Peichl, ist neben der Kunsthalle und weiteren Kunst- und Kulturinstitutionen ein wesentlicher Teil der Kremser Kunstmeile und erfreut sich dank dem lustvollen Inhalt und der eigenständigen Architektur besonderer Beliebtheit.
Das Haus ist schlicht und elegant, nur die "Narrenkappe", das Dach, das Gustav Peichl dafür entwickelt hat, fällt aus dem Rahmen.
Zur Straße hin, ein schlichtes Glasband als Schaufenster und Werbeträger zugleich. Darüber zeigt das zweigeschossige Gebäude ein Gesicht: leuchtende Augen und eine rote Nase.
Die Ausstellungsräume sind ruhig und bieten genau das, was man für ein Karikaturmuseum unabdingbar braucht: Hängeflächen und immer wieder höchst angenehme Tageslichtsituationen.

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03 Forum Frohner 2006-2007
Minoritenplatz 4, 3504 Krems a.d. Donau, A
Friedrich Göbl, Lukas Göbl

Das Forum Frohner ist Teil des Kulturzentrums Minoritenplatz in Krems-Stein. An das Foyer sind auch die Frohner-Lounge, das Depot und die Ausstellungshalle angegliedert. Der Neubauteil, die Ausstellungshalle des Forum Frohner, ist im Klostergarten im Anschluss an das Foyer situiert. Ein Glasgang verbindet und kontrastiert die beiden massiven Bauteile (Alt und Neu).
Die Ausstellungshalle selbst bildet für Kunstwerke einen starken Rahmen. Die verwendeten Materialien nehmen Bezug auf die Kunst Adolf Frohners und auf die puristische Lehre des Bettelordens der Minoriten. Die Wände sind in Ortbeton ausgeführt, wobei in Anlehnung an Frohners Kunst, das Schöne im Hässlichen zu finden, auf teure Sichtbetonausführungen verzichtet wurde und der Beton in seiner Unperfektheit zur Wirkung kommt.

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04 Minoritenkirche Stein - Umbau Göbl 2004
Minoritenplatz 5, 3504 Krems a.d. Donau, A
Friedrich Göbl

Mitten in der dichten Altstadt von Stein, am Minoritenplatz gelegen, hat sich die ehemalige Minoritenkirche St. Ulrich, ein frühgotischer Kirchenbau, als Veranstaltungsraum vor allem für zeitgenössische Konzerte, Tanz und Performance etabliert.
Die erforderlichen Eingriffe (technischen Erneuerungen) zeigen sich im Umfang minimiert. Das, was sichtbar ist, reduziert sich auf konstruktive Notwendigkeit. Die Minoritenkirche bleibt als sakraler Raum erkennbar, was jedes dort stattfindende Ereignis entscheidend mitprägt und neue spannende Kulturveranstaltungen ermöglicht.

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05 Kunstraum Stein 2006-2008
Minoritenplatz 4, 3504 Krems a.d. Donau, A
Friedrich Göbl, Lukas Göbl

Die Kunstmeile Krems wurde um einen Ausstellungsort erweitert: der Kunstraum Stein im ehemaligen Minoritenkloster vervollständigt gemeinsam mit dem forum frohner, dem Ernst Krenek Forum und dem Klangraum Minoritenkirche den Minoritenkomplex als neues Kunstzentrum. Der Kunstraum Stein sieht sich als ortsbezogenes Museum, doch nicht im klassischen Sinn. Es setzt sich mit dem Gegensatz Großstadt-Peripherie auseinander und präsentiert sich als künstlerische Installation mit Bezug auf die Geschichte und die Menschen der Stadt. In vier Räumen findet das Museum unterschiedliche Zugänge zu Stein und dem Wirken seiner BewohnerInnen.
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06 Haus der Regionen 2003-2004
Donaulände 56, 3504 Krems a.d. Donau, A
Friedrich Göbl

Das Haus der Regionen, ein historisches Baujuwel an der Steiner Donaulände, wurde von Architekt Göbl in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt behutsam restauriert, ebenso behutsam wurden neue Zugänge zu den regionalen Kulturen der europäischen Regionen geschaffen.
Die Intention des Hauses ist es, Volkskultur in ihren vielfältigen traditionellen und zeitgenössischen Ausdrucksformen zu fördern. Die Nachbarn kennen lernen, in einem neuen Licht sehen, Kontakte knüpfen: Im neuen Haus der Regionen wird dafür eine "entspannte" Plattform geboten.

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07 WEINSTADTmuseum im Dominikanerkloster 1993-1996
Körnermarkt 14, 3500 Krems a.d. Donau, A
Franz Gschwantner

Eine moderne Ausstellungsarchitektur, neue Sichtweisen und Begleitprogramme vermitteln ungetrübte museale Freuden. Die beeindruckende Architektur des mittelalterlichen Klosters mit einem rekonstruierten gotischen Kreuzgang und die behutsam restaurierte Dominikanerkirche laden zum Verweilen, Entspannen und zum Kulturgenuss. Veranstaltungen und Sonderausstellungen laden das ganze Jahr über zu einem Besuch ein.
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08 Gozzoburg
Hoher Markt 11, 3500 Krems a.d. Donau, A
Groh-Wagner Architekten

Die sogenannte Gozzoburg gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen innerstädtischen Gebäude Österreichs. Ihre Geschichte beginnt im 13. Jahrhundert. Heute führt der Weg zu dem beeindruckenden Stadtpalais mitten in die historische Altstadt von Krems an der Donau, zum ehemaligen Handels- und Marktzentrum des Mittelalters.
Unter den vielen Wandmalereien, die im Zuge der Generalsanierung 2006/07 entdeckt wurden, beschäftigen neben der Ausstattung der Torturmkapelle und des sogenannten Wappensaales derzeit vor allem die im Repräsentationsraum des Wohntraktes gefundenen monumentalen Fresken die Experten.
Sie zeigen nach ersten Befundungen Szenen einer seit der Antike bekannten Legende und beeindrucken durch ihre Größe, Farbigkeit und Ausdruckskraft. Der Wandmalereizyklus ist, so die Fachleute - neben den Iweinfreskenzyklen in Thüringen / Deutschland - die einzig geschlossene Monumentalmalerei des 13. Jahrhunderts nördlich der Alpen.

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09 Filmgalerie 2002-2005
Dr. Karl Dorrekstraße 30, 3500 Krems a.d. Donau, A
Dietmar Feichtinger Architectes

Die drei Bestandteile des Ensembles Donauuniversität (DUK), Fachhochschule (IMC) und Zentrum für Film mit dem Kino im Kesselhaus und der Filmbar bilden einen zusammenhängenden Campus.
Das Zentrum für Film stellt eine in sich geschlossene Einheit dar. Das Kesselhaus, das den Vorführsaal beinhaltet und ein dem Kesselhaus gegenüber liegendes punktförmiges Gebäude, bilden die beiden Hauptelemente. Sie sind durch die Filmgalerie im Untergeschoss miteinander verbunden. Das Zentrum für Film und das Kesselhaus bilden einen gemeinsamen, diesen Bereichen zugeordneten Platz: Hier finden im Sommer Open-Air-Aufführungen statt.
Das Kino im Kesselhaus der Österreichischen Filmgalerie am Campus ist als einziges Programmkino der Stadt Krems ein kultureller Ort der Begegnung. Der Schornstein davor ist ein Blickfang, ein Symbol der ehemals industriellen Nutzung.

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10 Landesgalerie Krems 2011-2012
Körnermarkt 14, 3500 Krems a.d. Donau, A
Friedrich Göbl, Lukas Göbl, Franz Gschwantner

Die neue Landesgalerie ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH besetzt mit der Dominikanerkirche Krems einen historischen Ort mit zeitgenössischer Kunst. Die Zielsetzung, zukünftig Präsentations-plattform für zeitgenössische, überregional tätige Kunstschaffende mit Niederösterreichbezügen zu sein, kündet bereits von den hohen Ansprüchen, die an das Galeriekonzept gestellt werden.
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Die Stadt Krems bietet Ihnen mit dem Architekturführer Krems spannende, thematisch gegliederte Touren zu herausragenden zeitgenössischen Kremser Bauten mit allen notwendigen Informationen zu Architektur, Erreichbarkeit und Öffnungszeiten.

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Tour individuell nach den variablen Auswahlkriterien oder nach Ihren eigenen Interessensschwerpunkten zusammenzustellen.

Da die Bauwerke im zoombaren Stadtplan dargestellt sind, lassen sich die Touren gut vorbereiten. Die direkte Anbindung an die nextroom-Baudatenbank bietet außerdem ausführliche, architektonische Detailinformationen zu den einzelnen Bauten.

 

Nähere Informationen

Kerstin Wegenberger
Stadtentwicklung Krems

 

Architekturführer Krems - Ein Serviceangebot der Stadt Krems und von ORTE Architekturnetzwerk NÖ